Archiv für Juni 2013

Zu guter Letzt – Freitag, 14.06.2013

Freitag, 14. Juni 2013

Der letzte Tag an der Mühle 🙁 . Es ist nicht zu glauben, aber die Zeit ist schon um. Noch einmal Abwaschen und dann alles blitzblank putzen.

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Heute mussten wir Abschied nehmen. Ein bisschen wehmütig sind wir schon, denn die Zeit haben wir als sehr wertvoll erlebt. Wir durften soviel erfahren: viel altes Handwerk sehen und ausprobieren. Mit Menschen ins Gespräch kommen, Fragen stellen, nachdenken, Antworten suchen. Spielen, Freundschaften neu entdecken, miteinander Spielregeln aushandeln, toben, rennen, lachen und erzählen. Draußen sein genießen, uns frischen Wind um die Nase wehen lassen und Sonnenstrahlen einfangen. Naturmaterialien zum Spielen finden und ganz neue Räume entdecken.
Wir hoffen, die Kinder behalten die Erinnerungen an diese schöne Zeit.
In einigen Wochen endet auch die Kindergartenzeit und die Mühlenkinder gehen in die Schule. Schritt für Schritt entwickeln sie sich zu Schulkindern. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt mit vielen neuen Herausforderungen und Überraschungen.

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Ganz herzlichen Dank allen, die das Projekt durch ihre Mitarbeit unterstützt haben und auch dem Mühlen- und Brauchtumsverein Veldhausen, der uns das wunderbare Gelände mit allen Gebäuden zur Verfügung stellt.

Wir, das Lummerland-Team, wünschen Euch allen viel Freude in der Schule und Gottes Segen für Euren Lebensweg.
Ihr seid KLASSE!!!

Summ, summ, summ – Donnerstag, 13.06.2013

Donnerstag, 13. Juni 2013

Heute hat uns Sonja Pahnke-Berens besucht. Mitgebracht hat sie Bilder von Bienen und Wespen. Was ist eigentlich der Unterschied?

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Ein Bienenvolk setzt sich aus der Königin, den Drohnen und Arbeiterinnen zusammen. So sieht ein modernen Bienenstock aus. Einen Bienenkorb haben wir schon im Bijhuis entdeckt. (s.u.)
Bienen sind ausgesprochen fleißige Tiere. Sie stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen, denn leider ist es dann auch das letzte, was sie machen…

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Einige Bienenstöcke sind auf dem angrenzenden Grundstück. Von dort aus suchen sie sich Blumen, um Nektar zu sammeln. Damit die Bienen auch zukünftig genug Nahrung und für uns Honig finden, bekam jedes Kind noch eine Samenbombe – na hoffentlich hat die eine Blütenexplosion zur Folge 🙂 🙂

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Danke, Sonja!

Die Regentropfen (die ersten während der Mühlenzeit!!!) hielten uns übrigens nicht von schönen Spielen ab, denn auch das Müllerhaus hält viele Spielmöglichkeiten bereit!

Sag mal, spinnst Du? – Mittwoch, 12.06.2013

Mittwoch, 12. Juni 2013

Na klar! Heute waren Frau Busmann und Herr Wolters zu Gast und haben jede Menge Sachen mitgebracht. Vielen Dank dafür! Schafwolle, Alpakawolle, Spinnräder, Wollknäuel und selbstgestrickte Decken.
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Und natürlich durften die Kinder es auch selbst versuchen. Ganz schön kompliziert, Fuß, Hände und Augen so zu koordinieren, dass sich das Rad in die richtige Richtung dreht und dabei aus der Wolle einen Faden zu spinnen.

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Und was wird aus der fertig gesponnenen Wolle? Damit kann man stricken, häkeln oder auch weben. Dafür gab es früher Webstühle.

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Draußen ging die Produktion von Kuckuckstühlen weiter. Wir haben gestaunt, wie gut die Kinder behalten haben, worauf geachtet werden muss.
Und auch Schiffe aus Binsen wurden gebastelt. Knoten, flechten und zu Wasser lassen.

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Schiff ahoi!

Immer rund herum – Dienstag, 11.06.2013

Dienstag, 11. Juni 2013

Heute hatten wir wieder Gäste. Alfred Semlow war da und hat uns gezeigt, wie Seile gedreht werden.

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Unterschiedlich dick werden sie durch unterschiedlich viele Stränge. Wir haben die mittlere Dicke gedreht, aus 6 einzelnen Tauen.
Die einzelnen Taue werden eingehakt und dann wird in eine Richtung gedreht. So wie hier. Anschließend kommen sie zusammen auf einen Haken und dann wird in die andere Richtung gedreht. Solange, bis ein festes Seil daraus entsteht.

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Die angefertigten Seile eignen sich sehr gut zum Spielen! Pferd und Wagen, Tauziehen, Seilspringen… Alles wurde ausprobiert. Es ist gar nicht so einfach, das Seil so gleichmäßig zu drehen. Und auch das Hüpfen will gelernt sein. Einige sind schon richtig gut beim Seilspringen.

Guck mal hier.

Anni Semlow hat uns gezeigt, was die Kinder früher so gemacht haben, als es kaum Spielsachen und noch kein Lego und Playmobil und vor allem noch kein Fernsehen gab.

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Jedes Kind hat einen Kuckuckstuhl aus Binsen gebastelt. Dafür braucht man geschickte Finger! So, wie es uns hier gezeigt wird.

Und aus Knöpfen wurden “Schnurrkatten” (Schnurrkatzen) gemacht. Die summen so schön, wenn man sie richtig dreht. Danke, Familie Semlow!

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Wieder durften wir einen schöner Tag mit ganz viel Aktivität und Bewegung an der Mühle erleben!

Jetzt fahren wir übern See… – Montag, 10.06.2013

Montag, 10. Juni 2013

Unglaublich, die letze Mühlenwoche ist schon da. Die Zeit rast und so war es gut, dass der heutige Vormittag eher gemütlich verlief.

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Nachdem wir im Morgenkreis über Moore und Torf gesprochen haben, entdeckten die Kinder einen Mann, der ein ferngesteuertes Boot zu Wasser ließ.

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Vielleicht können wir auch etwas finden, das schwimmt! Also zogen die Kinder los, Naturmaterialien zu suchen, die sich dafür eignen.

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Wer Lust hat, darf morgen auch gern etwas passendes von Zuhause mitbringen.
Besonders interessant sind auch immer Spaziergänger mit ihren Hunden. Da ist es manchmal richtig schwer, nicht gleich los zu streicheln. Einige Hunde mögen das möglicherweise nicht.

Morgen ist wieder mehr los. Dann wollen wir mal sehen, wie Seile gemacht werden.

Frühstück! – 07.06.2013

Montag, 10. Juni 2013

Dieser Artikel erscheint etwas verspätet – leider konnte ich mich freitag Mittag nicht einloggen und später hatte ich keine Zeit mehr. Hier ist er nun!

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Einige Tage haben vorbereitet, Marmelade gekocht, gebuttert, gebacken… Heute haben wir die “Früchte unserer Arbeit” geerntet und gemeinsam bei strahlendem Sonnenschein vor dem Müllerhaus gespeist. Aber zuerst Hände waschen!

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Die Auswahl war groß und es hat allen gut geschmeckt.

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Anschließend wurde viel gespielt. Z.B. Verstecken – hier auf diesem Bild sieht man: sie sind alle weg!

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Die Verstecke rund um das Müllerhaus sind klasse.
Viel Spaß hatten die Kinder beim Wettrennen. Immer wieder um die Remise. Wer zuerst da ist, hat gewonnen. Damit es gerecht zugeht, bekamen Kinder mit kurzen Beinen einen Vorsprung.
Übrigens helfen starke Jungs und starke Mädchen immer beim Aufräumen!

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Natürlich waren alle Kinder ganz aufgeregt und freuten sich auf das große Forscher-Grillfest am Nachmittag im Kindergarten.

Fleißige Handwerker – Donnerstag, 06.06.2013

Donnerstag, 6. Juni 2013

Der Tag begann mit zwei Rätseln.
1. Was ist das für ein Gerät?
“Etwas zum Musik machen!” – “Probier es doch mal aus.” Es macht zwar ein Geräusch, aber eine “Drehorgel” ist es nicht. “Lasst uns mal reinschauen!” “Damit kann man etwas umrüheren” “Ja, Wasser!” “Oder Milch und Kakao vermischen!”
2. Was ist das für eine geheimnisvolle weiße Flüssigkeit in dem Eimer?
“Weiße Farbe!”, “Milch!”, “Sie riecht nach Käse!”, “Nach Frischkäse!”
Wenn wir nun die rätselhafte Flüssigkeit in die Maschine geben und dann drehen, was passiert dann?
Nach einer Weile gibt es Bläschen. Die Flüssigkeit wird schaumig.
Sie verändert sich weiter.
“DAS IST SAHNE! Schlagsahne!
Vorsichtig kurz probiert: Stimmt!
Wir drehen weiter… So geht das…klick mal hier!
Die Sahne wird komisch. Es gibt feste Stücke und Flüssigkeit. Weiter drehen…
Die festen Stücke werden zu dicken Klumpen.
“BUTTER, es sieht aus wie Butter!”

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Rätsel gelöst! Die Maschine ist ein Butterfass und die geheimnisvolle Flüssigkeit ist Sahne.
Die Butter gibts morgen zum Frühstück (und was übrig bleibt, kann am Abend beim Grillfest aufgegessen werden).
Drei Mal konnten wir das Butterfass füllen und lange und kräftig drehen um soviel Butter zu bekommen.
(Und Kerstin hat morgen Muskelkater, denn bei der letzten Runde hatte kein Kind mehr Lust, mitzuhelfen…)

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Damit das Frühstück morgen komplett wird, haben wir noch zwei Brote gebacken. Es duftete ganz herrlich durch das Müllerhaus.

Und Besuch hatten wir auch wieder! Gudrun Hartjens hat mit den Kindern Kerzen gezogen. Da braucht man viel Geduld.

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Der Docht musste immer wieder in das heiße Wachs getaucht werden. Zwischendurch hieß es immer warten, bis das Wachs am Docht trocken war und dann wurde wieder eingetaucht.

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Nach einem kleinen Missgeschick hieß es dann: Wachs von den Steinen kratzen.

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Wenn alle mithelfen, ist auch diese Aufgabe zu bewältigen.

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Die fertigen Kerzen mussten dann noch durchtrocknen. Dazu haben wir sie an der Absperrkette der Remise aufgehängt.

Dankeschön Gudrun!

Und morgen gibt es dann ein Frühstück mit viel selbstgemachten Zutaten. Das wird lecker!

Verkaufstüchtig – Mittwoch, 05.06.2013

Mittwoch, 5. Juni 2013

Der Salzteig ist trocken! Heute konnten die Kinder ihn erstmals zum Spielen benutzen. Das Backhaus wurde so kurzerhand zur Bäckerei.

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Durch Tür und Fenster konnten die Kinder die Backerwerk gut verkaufen.

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Später kamen sie auf die Idee, auch ein Café zu eröffnen. So wurde die Sitzecke neben dem Backhaus dazu genutzt, Gäste zu bewirten.

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An anderer Stelle entstand eine Höhle mit dichtem Blätterdach. Ein herrlicher Rückzugs- und Spielort.
Wir konnten den Tag bei wunderbarem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen genießen!

Was hat Flügel und kann doch nicht fliegen? – Dienstag, 04.06.2013

Dienstag, 4. Juni 2013

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Des Rästels Lösung: die Windmühle. Heute war es endlich soweit und wir durften die Mühle besichtigen.

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Die Müller Bert und Gerald haben uns dabei begleitet. Sie konnten viel erklären. Sogar die Segel haben sie gespannt und die Mühle war auch tatsächlich in Bewegung. Ganz herzlichen Dank dafür!

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Der Wind reichte leider nicht aus um Mehl zu mahlen, aber einen Eindruck konnten wir schon gewinnen.
Sehr interessant war der Seilzug. Damit lassen sich schwere Säcke ganz einfach ein Stockwerk nach oben befördern.

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Steht man oben auf der Galerie, kann man ganz Veldhausen überblicken. Ein bisschen komisch ist es schon da oben, denn durch die Bretter kann man den Boden sehen… Höhenangst mussten wir dabei also überwinden. Es hat sich aber gelohnt.
Oben auf der Mühle ist die Windfahne. Der Pfeil zeigt immer in die Richtung, aus der der Wind weht. So weiß der Müller, in welche Richtung er die Mühlenflügel drehen muss.

Wenn Du hier klickst, siehst Du, dass alles richtig eingestellt ist!

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Der Kopf der Windmühle liegt nur auf einer Schiene auf den Steinen auf und ist drehbar. Er wiegt zusammen mit allen anhängenden Teilen 17 Tonnen. Das ist ungefähr soviel wie 12 Autos.
Ein Mühlenflügel ist 12 Meter lang. Von einer Flügelspitze bis zur anderen sind es ca. 25 Meter. Wenn unsere ganze Gruppe sich nebeneinander aufstellt, alle die Arme ausbreiten, dass sich die Fingerspitzen berühren, ist diese Menschenkette auch ungefähr so lang.
Im Inneren der Mühle gibt es viele Zahnräder. Alles ist irgendwie in Bewegung. Sieh mal, hier!!

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Zwischen den schweren Mahlsteinen wird das Getreide zu Mehl gemahlen und fällt dann ein Stockwerk tiefer in einen Sack.
Über verschiedene Getreidesorten haben wir uns im Morgenkreis unterhalten.

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Roggen, Gerste, Weizen, Hafer und Mais. Hafer und Mais erkennt man leicht, aber die anderen Sorten kann man nur an den verschieden langen Grannen unterscheiden.
Später am Vormittag haben einige Kinder ihre Eindrücke von der Mühle gezeichnet.
Wer Lust hat, die Mühle noch einmal zu besichtigen, ist dazu herzlich eingeladen. Samstagnachmittags ist die Mühle für Besucher geöffnet. Vielleicht weht dann ja auch ein kräftiger Mahlwind…

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Waschtag – Montag, 03.06.2013

Montag, 3. Juni 2013

Nach dem Wochenende konnten wir es kaum erwarten, wieder zur Mühle zu gehen. Sofort begannen die Kinder zu spielen. Heute haben sie entdeckt, wie gut man sich auf dem weitläufigen Gelände verstecken kann. Eine echte Herausforderung für den Suchenden.

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“Habt ihr noch etwas entdeckt?” lautete die Frage im Morgenkreis. Und natürlich gab es wieder interessante Gegenstände zu erforschen.

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“Das ist ein Topf!” “Ein Honigtopf!” – Topf stimmt, allerdings ist er nicht für Honig, sondern für Früchte, die mit Zucker und Rum eingelegt werden. Ein Rumtopf eben. Eine Methode, Früchte haltbar zu machen (aber nur für Erwachsene 😛 und wahrscheinlich ist die Haltbarkeit dann auch begrenzt…). Dass Früchte konserviert werden mussten, haben wir ja auch schon beim Marmeladekochen erfahren.

Wozu haben die Menschen wohl dieses Steingefäß verwendet?

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Und was soll man mit den beiden Baseballschlägern anfangen? Oder sind es Gehhilfen? Wir haben ein paar Hände voll Getreidekörner hineingegeben und die Kinder bekamen den Auftrag, am Vormittag auszuprobieren, was passiert, wenn mit den Knüppeln auf das Getreide gestoßen wird. “MEHL!” – Das sind “Mühlen”, wie sie vor vielen hundert Jahren verwendet wurden. Steinmühlen gab es sogar schon in der Steinzeit.

Und dann war da noch dieses merkwürdige Teil.

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Ein Instrument? Ein Teil eines Autos? Oder etwas, wo Dampf durchgeht? Lauter Vermutungen.
Nach dem Frühstück wurde das Geheimnis gelüftet. Ein Waschbrett. Und das haben wir dann auch ausprobiert.

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Ein schmutziges Wäschestück eintauchen, auf das Brett legen, Flecken mit Seife behandeln, reiben, eintauchen, reiben….solange, bis es sauber ist.

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Dann spülenund auswringen. Das geht am Besten zu zweit. Danach aufhängen und den Reste macht der Wind.
Alle Kinder haben verstanden, dass früher die Wäsche seltenen gewechselt wurde, wenn Waschen soviel Arbeit machte.

Waschen!
Auswringen!”

Nach der “Arbeit” wurde viel Tickfangen gespielt und auch “Fischer, Fischer, welche Fahne weht heute?”.

Morgen besichtigen wir dann die Windmühle. Das wird spannend!