30.06.2015 – Große Wäsche

30. Juni 2015

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Am Anfang stand heute ein Berg schmutziger Wäsche. (Im Backhaus gibt es genug Ruß um strahlend-weiße Wäsche in schwarze zu verwandeln 🙂 )
Wie haben die Menschen denn wohl früher ohne Waschmaschine die Wäsche wieder sauber bekommen? Das wollten wir heute ausprobieren. Zunächst mussten die Arbeitsmaterialien und viele Eimer Wasser geholt werden. Dann das erste Wäschestück eintauchen, auf das Waschbrett legen und mit Seife vorbehandeln. Und dann wurde gerubbelt. Immer und immer wieder, bis (fast) alle Flecken entfernt waren. Dann in der zweiten Wanne klar spülen, gut Auswringen (das geht am Besten zu zweit) und aufhängen. Zum Glück war es heute warm und sonnig, da trocknete die Wäsche gut. Aber wir sind uns einig: Waschen hat viel Arbeit gemacht.

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Zum Ausgleich zur harten Arbeit konnten wir dann am Mühlenteich Enten beobachten und auch dem Fischreiher zusehen, der uns schon gar nicht mehr beachtet. Aus Blättern und Federn haben wir kleine Boote gebaut und sie zu Wasser gelassen.

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In den Büschen am Ufer leben hunderte kleiner Käfer, die wir gesammelt haben. Die Kinder nennen sie “Lui-Käfer”, sie schimmern schön blau… am Ende des Tages haben wir sie natürlich wieder frei gelassen.

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29.06.2015 Mühlenhofrestaurant

29. Juni 2015

Die dritte und leider schon letzte Mühlenwoche begann mit strahlendem Sonnenschein und angenehm sommerlichen Temperaturen.
Die Kinder fühlen sich bereits heimisch und so begannen sie sofort mit dem Spiel: Seilspringen und Bäckerei spielen im Backhaus. Der Sprungrekord steht bei 42 Hüpfern und wird von Fijona gehalten!
Im Morgenkreis haben wir unterschiedliche Getreidesorten besprochen. Heute war der Buchweizen besonders interessant, denn später sollte es Buchweizenpfannkuchen geben – auch eine alte Spezialität.
Immer noch gibt es auf dem Mühlenhof viel zu entdecken. Käfer und Schnecken ziehen das Interesse auf sich und die Kinder haben viel Spaß daran, immer wieder neue Dinge zu finden und auch als Spielmaterial zu nutzen. Z.B. verwenden sie Rasenschnitt, Heu und Moos zum Spielen.
Als das Mühlenhofrestaurant seine Türen für die Kinder öffnete, wurden die Buchweizenpfannkuchen serviert. Dunkler als herkömmliche Pfannkuchen besteht der Teig aus Buchweizenvollkornmehl, Milch, Tee, Eiern uns Salz.

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Dazu gibt es Rübenkraut, bei uns “Stroop” genannt oder Apfelmus. Allen hat es gut geschmeckt und viele Kinder nahmen gern noch einen zweiten Pfannkuchen.

23.6.2015 – Erdbeerzeit

25. Juni 2015

Wir haben beschlossen, ein gemeinsames Frühstück vorzubereiten und dazu möglichst viel selbst zu machen.
Heute haben wir Erdbeerkonfitüre gekocht.
Zwar wachsen im Bauergarten am Mühlenhof Erdbeeren, doch die sind noch nicht reif und gehören uns ja leider auch nicht ;-).
Deshalb haben sich Lennox und Jason mit Karla auf den Weg zum Erdbeerfeld gemacht und 2 kg Erdbeeren gepflückt. Zum Glück brauchten wir für die Konfitüre nur 1 kg – der Rest hat sehr gut geschmeckt!
Im Müllerhaus wollten die Früchte sortiert, gesäubert, gewaschen und geschnitten werden, denn nur einwandfreie Früchte gewährleisten ein gutes Ergebnis. Zusammen mit Zitronensäure und Gelierzucker wurden die Erdbeeren dann gekocht und in Gläser abgefüllt.
Zwischendurch haben wir uns die alte Nähmaschine angesehen, die ganz hinten oben im Bijhuis steht – und damit unsere Tagesaufgabe von gestern gelöst. Das ausgestellte Gerät ist eine Schuhmachernähmaschine, die noch anders aus sieht, als gewöhnliche Maschinen mit Fußantrieb.

(Fotos dazu gibt es in den nächsten Tagen!)

25.6.2015 – Seile und Kuckucksstühle

25. Juni 2015

Begonnen hat unser Tag wieder mit dem Morgenkreis. Laura hat uns eingeweckte Kirschen mitgebracht und auch ein leeres Weckglas. Wir haben natürlich getestet, ob das Glas auch wirklich ganz dicht ist – war es! Netterweise durften wir die Kirschen essen – hmm, lecker und gleichzeitig auch ein toller Spielanlass: Kirschkernweitspucken bot sich irgendwie an. In diesem beinahe olympischen Wettbewerb habne wir einige vielversprechende Talente beobachten können.
Dann bekamen wir Besuch. Das Ehepaar Semlow war da. Frau Semlow hat Kuckuckstühle mit den Kindern angefertigt. Das ist gar nicht so einfach und erfordert viel Geschicklichkeit. Zusammen mit Herrn Semlow konnten wir Seile drehen. Die können wir gut gebrauchen, z.B. zum Seilspringen oder auch beim beliebten Pferd-Spielen.
Die Tagesaufgabe war, alte Lampen zu finden. Die Auflösung dazu gibt es morgen, da uns am Ende doch die Zeit weglief. Ein schöner Mühlentag ging wieder viel zu schnell zuende!

(Fotos folgen!!!)

24.6.2015 – Etten net as froger

25. Juni 2015

Eigentlich war für heute die Mühlenbesichtigung geplant, die wir leider verschieben mussten, da der Müller dienstlich verhindert war.
Im Morgenkreis haben wir darüber gesprochen, was die Menschen früher wohl zu Essen hatten. Wir haben festgestellt, dass alle Obst- und Gemüsesorten, die von weit her kommen kaum verfügbar waren. Und noch etwas hat uns beschäftigt: wie konnten die Menschen das Essen haltbar machen? Aus einigen Früchten kann man Konfitüre kochen, doch das geht ja nicht mit allen Speisen.
Laura wusste, dass man Obst und Gemüse auch einwecken kann und hat sich vorgenommen, uns morgen etwas eingewecktes mitzubringen. Darauf sind wir gespannt.
Weitere Haltbarmachungsmethoden: trocknen, räuchern, salzen, zuckern, in Essig einlegen… Alle waren mit viel Sorgfalt und Arbeit verbunden.
Natürlich wollten wir auch alte, regionale Spezialitäten probieren und dann gab es für uns Feijnebroat und Mellleverwost. Frisch gebraten mit einer Scheibe Brot serviert, konnten die Kinder in unserem “Mühlenhofrestaurant” kosten. Fast allen hat es gut geschmeckt und einige Kinder konnten gar nicht genug bekommen.

(Bilder folgen!)

22.6.2015 – Flugwetter

22. Juni 2015

Trotz extrem schlechter Wettervorhersage riss der Himmel um halb 10 auf und die Sonne kam zum Vorschein. Genau passend, denn heute stand eine besondere Beobachtung in der Natur auf unserem Programm. Die Bienenvölker wollten wir uns genauer ansehen und haben uns deshalb Sonja Pahnke-Berens eingeladen, die sich als Imkerin sehr gut mit Bienen auskennt.

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Wir haben viel erfahren: wie die Bienen leben, dass es pro Volk eine Königin und viele Arbeiterinnen gibt, dass jede Biene in ihrem Leben verschiedene Aufgaben erfüllt und nie schläft und dass die Bienenmänner kaum gebraucht werden. Wir konnten einen Blick auf die Waben werfen und auch das “Kinderzimmer” einer neuen Bienenkönigin sehen.

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Das alles ist sehr spannend. Viel Spaß hatten wir an der Bienensprache: den Tänzen, die wir natürlich auch selbst ausprobiert haben.

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Wir wissen jetzt, dass die Bienen sehr wichtig für die Menschen sind. Nicht nur, weil wir von ihnen Honig bekommen, sondern vor allem, weil sie die Blumen bestäuben, damit Früchte wachsen können.

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Natürlich durften die Kinder auch den Imkerhut aufsetzen und sich viele Gegenstände genau ansehen, die der Imker benötigt um Honig zu ernten.
Zum Schluss bekam jedes Kind eine kleine Tüte Blumensamen, um einen bienenfreundlichen Lebensraum zu schaffen.

19.06.2015 – Klumpen

19. Juni 2015

Ein neuer Mühlentag – und wahrhaftig schon der letzte unserer ersten Mühlenwoche.
Zum Frühstück gab es den selbst gemachten Holundersaft. Lecker erfrischend!
Die Kinder hatten die Aufgabe, das Pendant zur Waschmaschine zu suchen. Wie wurde wohl früher die Wäsche gereinigt, als es noch keine elektrische Waschmaschine gab?
Natürlich wurden wir auch dieses Mal fündig und so haben wir Waschbrett, Waschzuber und eine alte Wäschemangel entdeckt. In der nächsten Woche werden wir dann auch ausprobieren, ob wir selbst schmutzige Wäsche sauber bekommen.

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Die Kinder konnten außerdem testen, wie es ist, in alten Holzschuhen, den “Klumpen” zu laufen. Sogar getanzt haben sie darin. (Aber wir glauben nicht, dass es deshalb angefangen hat zu regnen – es war nämlich ein Sonnentanz 🙂 ).

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Ganz nebenbei können wir auch die Natur gut beobachten. Allerlei Pflanzen und Insekten gibt es zu finden. Spannend waren die vielen Hummeln an den Wildrosen. Wenn die Hummel in der Blüte verschwindet und man von außen vorsichtig die Hand auf die Blüte legt, vibriert es richtig.

18.06.2015 – Wir spinnen doch alle!

18. Juni 2015

Heute hatten wir zum ersten Mal Besuch: Frau Busmann und Herr Wolters waren bei uns zu Gast und haben uns gezeigt, wie Wolle gesponnen wird. Zuerst durften wir die Rohwolle befühlen und auch daran riechen. Den tierischen Ursprung kann man nicht leugnen.
Wie soll daraus wohl ein Wollfaden werden, den man anschließend auch noch verarbeiten kann?

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Das konnten wir gut beobachten und dann durften die Kinder es natürlich auch selbst ausprobieren. Spinnen ist gar nicht so einfach, denn man muss alles gleichzeitig machen: ruhig und gleichmäßig treten (und dabei aufpassen, dass sich das Rad nur rechts herum dreht, sonst gibts ein Chaos auf der Spindel!), den Faden zwischen den Fingern halten, gleichmäßig Wolle nachgeben…

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Eine große Herausforderung, die viel Geschick und Übung braucht.
Und dann konnten wir auch endlich sehen, wie der Webstuhl funktioniert. Wie dass Schiffchen durch die Kettfäden geschossen werden muss um einen festen Stoff zu weben.
Natürlich war auch wieder viel Zeit zum Spielen. “Wer fürchtet sich vorm Krokodil?” war heute ein beliebter Zeitvertreib.
Dann konnten wir noch unseren Holundersaft verkosten. Der ist ganz schön erfrischend und fast alle Kinder sind vom Ergebnis begeistert.
Und die Tagesaufgabe? Unser Foto zeigte eine Spüle. Da war die Lösung schnell gefunden, denn im Müllerhaus ist ein altes Steinbecken mit einer Schwengelpumpe. Für morgen müssen wir wohl wieder eine schwierigere Aufgabe suchen!

(Auch die Fotos von heute, werden in den nächsten Tagen eingefügt! Wiederkommen lohnt sich also!!!)

17.05.2015 – Duftender Holunder

18. Juni 2015

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Die Tagesaufgabe beflügelte heute die Phantasie der Kinder: Das Foto zeigt eine Toilette. Wie und vor allem wo sind die Menschen früher aufs Klo gegangen? Selbstverständlich haben sie im Laufe des Tages das Plumsklo und die Nachttöpfe entdeckt und an den Gesichtern der Kinder war zu sehen, was sie von Zeitungspapier als Toilettenpapier halten… Irgendwie sind wir alle froh, heute zu leben 🙂 .
Da wir ja gestern über den Webstuhl gesprochen haben, konnten die Kinder heute an kleinen Webrahmen ausprobieren, selbst zu weben. Gar nicht so einfach. Und Geduld braucht man dabei auch, denn bis das erste sichtbare Stück gewebt ist, dauert es eine Zeit. Umso größer die Freude, wenn sich der Erfolg einstellt.
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Damit wir in den kommenden Tagen zum Frühstück etwas Leckeres trinken können, wollten wir Holundersirup herstellen. Dafür müssen wir natürlich erst einmal Holunderblüten finden. Drei Büsche wachsen ganz in der Nähe der Mühle und bereits nach kurzer Zeit haben wir sie gefunden. Schnell war jedoch klar, diese Blüten nehmen wir nicht, da sie voll mit Blattläusen waren. Es half also nichts, wir mussten uns auf den Weg machen und Holunderbüsche suchen. Nachdem wir unterwegs an vielen Pflanzen mit weißen Blüten gerochen haben um so herauszufinden, ob es Holunderbüsche sind, wurden wir hinter den Bahnschienen endlich fündig.
Zurück am Müllerhaus haben wir die Dolden dann gut gereinigt. Zucker haben wir in kochendem Wasser auf dem Herd aufgelöst, dann kamen Zitronensäure, Zitronenscheiben und die Holunderblüten dazu. Alles gut aufkochen und umrühren und über Nacht abkühlen lassen. Am nächsten Morgen durch ein Tuch filtern – fertig. Wenn der Sirup so gut schmeckt, wie er riecht, ist er sehr lecker!
Hier nochmal die genaue Zutatenliste:
15 Holunderdolden
1 kg Zucker
1,5 l Wasser
20 g Zitronensäure
2 unbehandelte Zitronen

(In den nächsten Tagen gibt es noch Fotos zu diesem Bericht!)

16.06.2015 – Entdecken und Verstecken

16. Juni 2015

Unser Tag begann mit einem Begrüßungskreis im Bijhuis. Hier gibt es so viele alte Gegenstände und bei vielen Dingen müssen wir gemeinsam überlegen, wofür die Menschen sie früher gebraucht haben.

Der große alte Webstuhl hat unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen: “Ist das ein Schreibtisch?” “Oder macht man etwas mit Wolle damit?” “Da stehen ja so viele Garnrollen.” “Vielleicht kann man damit stricken?” Viele Vermutungen, aber gemeinsam haben wir die Lösung gefunden. Einen Webstuhl brauchte man zur Herstellung von Stoffen. Wie das genau funktioniert werden wir in den nächsten Tagen ausprobieren.

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Wieder wurde viel Verstecken und Fangen gespielt und die Kinder haben interessante Beobachtungen gemacht: ein Fischreiher landete auf dem Mühlenteich.

Die Tagesaufgabe war heute sehr schwierig. Wie sahen wohl in früheren Zeiten Schlittschuhe aus? Das besondere war wohl, dass gar kein Schuhe an den Kufen waren, sondern lediglich Riemen um sie an den eigenen Schuhen zu befestigen.

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Im Backhaus haben wir dann aus Salz-Mehl-Teig Backwaren hergestellt, die die Kinder in den nächsten Tagen für ihr Rollenspiel verwenden können.
Brötchen, Brote, Brezeln und kleine Kuchen haben die Kinder geformt und gebacken.

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